• Christa

Malvenblüten-Drink ohne Alkohol...

Aktualisiert: 10. Feb.

Ich liebe die Malve mit ihren zarten lila Blütenblätter in allen möglichen Schattierungen.


Im alten Persien machte man aus ihr einen feinen Sirup mit dem Namen

Sharbat-e Panirak!

Den habe ich heute ausprobiert und für euch das Rezept aufgeschrieben.



Als ich mich neulich auf die Suche nach einer Teemischung für mein Valentinstags-Special machte,

und ich in dem bezaubernden Gewürz und Teeladen LA CUCINA in der Schwanengasse fündig wurde, sind mir zudem diese Malvenblüten ins Auge gefallen.

Sie haben mir zugeflüstert, ”Nimm uns mit!”.

Da es ja noch einige Zeit dauert, bis die Malven in ihrer voller Blüte stehen,

sind so getrocknete Blüten eine super Alternative.



Ihr braucht 2 EL Blüten, 250gr Zucker und 250ml Wasser. Zudem 1-2 Limettenscheibe,

eine Henkelflache für den Zuckersaft (so habt ihr auch gleich etwas in Reserve!),

einen kleinen Trichter, einen Teebeutel aus Vlies und ein paar Eiswürfel.


„Das Geheimnis der Kunst liegt darin, dass man nicht sucht,

sondern findet.“

Pablo Picasso


Zuerst mache ich mit dem Zucker und dem Wasser einen Sirup, in dem ich diese beiden Zutaten zusammen aufkoche.

Den Sirup fülle ich heiss in die kleine Henkelflasche.




Die Malvenblüten habe ich in das Tee-Vlies gefüllt, mit 250ml kaltem Wasser übergossen und 3 EL Zuckersaft dazugegeben.

Nun die Blütenblätter 20 Minuten ziehen lassen und den Beutel entfernen.

Der Sirup wird zuerst sehr Violett.

Gebt ihr nun eine Limettenscheibe und einen Eiswürfel hinzu, verwandelt sich das dunkle Violett in ein helles Lila!



Die Malve (Malvaceae)


Im Altertum, vor allem bei den Kelten verwendete man die Blätter von Malven als Zeichen einer Bitte um Vergebung.

Über 5000 Jahre alte Schriftrollen aus China belegen, dass die Malve auch hier als uralte Heilpflanze bekannt war, die man vorwiegend bei Entzündungen der Atemwege einsetzte.

Im antiken Griechenland wurde sie als heilige Pflanze verehrt, da sie ihre Blüten stets zum Himmel drehte.

Die Römer setzten schon damals Malvenblätter gemischt mit Honig zur Linderung von Husten ein, da sie stark schleimlösend ist.



Blütezeit:

Die Malve blüht sehr lange, von Juni bis August. Manche Sorten blühen auch noch im September.


"Du bist Deine eigene Grenze, erhebe Dich darüber!"

Hafis, persischer Lyriker und Dichter

Für Tee, Sirup usw. verwendet man die Wilde Malve.

Man findet sie vor allem an Wegrändern und Zäunen, auf Ödland und in lichten Wäldern. Wenn ihr sie selber pflücken wollt, achtet darauf, dass die Umgebung sauber ist.


Die Blätter und die Blüten der wilden Malve sind essbar und ein schöner Hingucker im Salat.

Ich habe sie zudem als Dekoration für die feinen Muffins mit Heidelbeeren verwendet.

Das Rezept folgt schon bald.


Malvenblüten und Teebeutel-Vlies:

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Übrigens, ich habe immer ein paar schöne Eiswürfel mit eingefrorenen Blüten im Gefrierfach.

Diese sehen einfach bezaubernd in Drinks und Getränken aus.

Auch Beeren und Minzblätter sind dafür wunderbar geeignet.


***


Als kleiner Nachtrag habe ich für euch, passend zu Persien, noch eine Buchempfehlung:


Das Lied der Rosen

Eine Geschichte wie aus 1001 Nacht.

Der Roman spielt in Persien im 17. Jahrhundert und liesst sie wie ein gewobener Teppich. Ich habe schon immer eine Fabel für alles Orientalische, das kommt vielleicht auch daher, dass ich ein Teil von meiner Kindheit in Marokko verbringen durfte.

Der Duft einer Medina ist mir also bekannt.



Das Lied der Rosen handelt von einem Mädchen, das mit seiner Mutter wegen dem Erscheinen eines Kometen, der Unheil bringen sollte, ihr Dorf verlassen muss und die grosse Stadt Isfahan zieht.


Ohne Geld für eine Mitgift scheint ihr ein hartes und arbeitsames Leben als Teppichknüpferin bevorzustehen … dann lernt sie einen reichen Mann der sie zur Frau nehmen will kennen, aber lediglich als Sigeh, einer Ehe auf Zeit.



"Ein farbenprächtiger Roman, der wie ein Teppich von persischen Märchen durchwebt ist und nach den Gewürzen des Orients duftet!"


Ich fand ihn wunderschön, auch wenn seine Sprache etwas melancholisches hat. . .

Über die Autorin

Anita Amirrezvani ist in Teheran geboren und in den USA aufgewachsen. Sie ist Journalistin und lebt als Kunst- und Tanzkritikerin in Kalifornien. Das Lied der Rosen ist ihr erster Roman.

Erschienen ist das Buch im List Verlag

So, nun wünsche ich euch noch ein sonniges Wochenende.

Bald gibts schon den nächsten Blog-Eintrag und da dreht sich alles um den Valentinstag!



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